Hanna Jo vom Hofe / LfM-Journalismusförderung

14. Wie finanziert sich der Lokaljournalismus der Zukunft? Welche Möglichkeiten gibt es, lokalen Journalismus zu refinanzieren? (zusammen mit Winfried Schenk)

Hanna Jo vom Hofe ist Kommunikationswissenschaftlerin und arbeitet seit 2015 als Referentin in der Journalismusförderung der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM). Zuvor war sie als Redakteurin und Referentin für Forschung und Medienkompetenz für die LfM und als wissenschaftliche Mitarbeiterin u.a. an der Forschungsstelle Internetöffentlichkeit am Institut für Kommunikationswissenschaft der Uni Münster tätig. Mit ihrer Stiftung Vor Ort NRW engagiert sich die LfM für die Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen des Lokaljournalismus. Vor Ort NRW setzt sich für die Stärkung digitaler Kompetenzen und die Etablierung einer nachhaltigen Förderkultur für Journalismus in NRW ein. Landesweit werden dazu Akteure aus Medien, Politik, Verbänden und Bildungseinrichtungen vernetzt, Fortbildungen organisiert sowie innovative lokaljournalistische Formate gefördert.

Zum Inhalt der Session:

Der Medienmarkt wandelt sich stetig: Waren früher Anzeigen und Werbung das wesentliche Mittel, um Lokaljournalismus zu finanzieren, sind diese Einnahmen zunehmend ins Netz abgewandert. Dort werden sie aber nicht genutzt, journalistische Angebote zu refinanzieren, sondern fließen eher in die Kassen von Anbietern wie Facebook oder Google. Die Tageszeitungen reagieren mit Einsparungen und Querfinanzierung, das chronisch unterfinanzierte Lokalfernsehen fordert eine Beteiligungen an den ÖR-Geldern und Lokal-Blogger und Anbieter von Online-Magazinen… ja, was machen die eigentlich? In dieser Session geht es um die Finanzierung von Lokaljournalismus: Welche Rolle spielt lokale Werbung? Wäre eine Stiftung wie in NRW ein Modell für die mitteldeutschen Länder? Was ist mit Wegen wie Crowdfunding oder Paywall?