Winfried Schenk / Pieschen Aktuell

14. Wie finanziert sich der Lokaljournalismus der Zukunft? Welche Möglichkeiten gibt es, lokalen Journalismus zu refinanzieren? (gemeinsam mit Hanna Jo vom Hofe)

Die potentiellen Werbekunden vor Ort haben keine Vorstellung von der Reichweite lokaler Onlinemedien. Diese Erfahrungen hat Winfried Schenk mit seinem Onlinejournal „Pieschen Aktuell“ gemacht. Es bietet Nachrichten, Geschichten und Meinungen für rund 52.000 Einwohner in den sechs Stadtteilen des Ortsamtsbereiches Pieschen. Das sind Pieschen, Mickten, Kaditz, Trachau, Trachenberge und Übigau. Er meint: „Lokaljournalismus muss finanzierbar sein!“

Zum Inhalt der Session:

Der Medienmarkt wandelt sich stetig: Waren früher Anzeigen und Werbung das wesentliche Mittel, um Lokaljournalismus zu finanzieren, sind diese Einnahmen zunehmend ins Netz abgewandert. Dort werden sie aber nicht genutzt, journalistische Angebote zu refinanzieren, sondern fließen eher in die Kassen von Anbietern wie Facebook oder Google. Die Tageszeitungen reagieren mit Einsparungen und Querfinanzierung, das chronisch unterfinanzierte Lokalfernsehen fordert eine Beteiligungen an den ÖR-Geldern und Lokal-Blogger und Anbieter von Online-Magazinen… ja, was machen die eigentlich? In dieser Session geht es um die Finanzierung von Lokaljournalismus: Welche Rolle spielt lokale Werbung? Wäre eine Stiftung wie in NRW ein Modell für die mitteldeutschen Länder? Was ist mit Wegen wie Crowdfunding oder Paywall?